4 Tage in London #LondonEdition

Hallo ihr lieben,

ich melde mich aus London zurück und habe einen kleinen Urlaubsbericht dabei. Wer mir auf Instagram folgt, wird davon schon einiges gesehen haben, da ich fleißig Stories fabriziert habe (meine Reise ist im Highlight auch noch zu sehen).

Tag 1 – Hello London, nice to see you again!

Morgens um 6:16 Uhr fuhren wir mit der Tram zum Bahnhof, um von dort aus mit dem Zug nach Schönefeld fahren und nach Gatwick zu fliegen. Juli und ich waren sehr gespannt auf den Trip. Wir hatten auch eine wirklich gute Hinreise, alles fuhr und flog pünktlich. In London angekommen schrieb ich unserer Vermieterin bei AirBnB, dass wir da seien. Kurz nach unserer Ankunft an der Adresse kam sie auch dazu und ließ uns rein. Die Wohnung war ordentlich und stylisch, wirklich hübsch. Es wurde wirklich auf die Details geachtet. Im Kühlschrank fanden wir allerlei Getränke (inklusive veganer Milchmixgetränke) als Gruß des Hauses. Zusätzlich bekamen wir türkischen Kaffee und Cappucchino geschenkt. Unsere Vermieterin war sehr fürsorglich und war sehr hilfreich.

Nach dem Einzug ging es erst mal Lebensmittel einkaufen. Was in Deutschland super einfach geworden ist, stellte mich in England etwas vor Herausforderungen. Hier weiß ich, was ich kaufen kann, in England war das eine ziemliche Hausnummer und kostete einiges an Nerven. Ich war etwas zurückgeworfen auf die Zeit vor knapp 3 Jahren, als ich anfing, mich vegan zu ernähren. Es hieß mal wieder Inhaltsstoffe genau studieren, anstatt einfach bekannte Produkte zu kaufen.

Nach dem Einkauf ging es in den Park zu einem Spaziergang bis zum Buckingham Palace. Eigentlich wollten wir ein bisschen ’shoppen‘ gehen, doch schnell waren uns die vielen Leute in der Oxford Street zu viel. Also beschlossen wir, was schönes zu Abend essen zu gehen. Im Essential Vegan Café in Shoreditch gönnten wir uns zwei herrliche Burger und jeweils einen Nachtisch. Ich hatte den Jack (pulled Jackfruit) und muss sagen, der BESTE Burger, den ich in den letzten drei Jahren gegessen habe. Eigentlich war er auch deutlich besser, als jeder konventionelle Burger, den ich je hatte. Er war einfach ein Genuss. Juli hatte den Essential Burger, den ich kosten durfte, auch der war sehr lecker und saftig. Die Bedienung war super und das Ambiente war einfach toll. Große Empfehlung von mir.

Zuhause gab es noch einen Film auf Netflix und wir gingen recht früh ins Bett, denn für Tag 2 hatten wir sehr viel geplant.

Tag 2 – Julis magischer Geburtstag

6 Uhr morgens war aufstehen angesagt, denn wir hatten Großes geplant. Juli hatte Geburtstag und wir fuhren morgens zu den Harry Potter Studios (genauer Bericht folgt, das sprengt hier den Rahmen). So viel sei gesagt, es war unglaublich. Harry Potter ist ein großer Teil meiner Kindheit gewesen und in den Studios zu stehen und die Sets und Kostüme zu sehen, war einfach fantastisch. Jeder Cent des Trips hat sich gelohnt.

Es war zauberhaft. Und ja, ich habe mir einen Slytherinschal gekauft. Muss ja auch ein bisschen Hausstolz zeigen.

Abends hatte ich noch eine Geburtstagsüberraschung für Juli vorbereitet, die ich bis zum Erfüllungsort für mich behalten konnte und das für ganze zwei Monate, denn so lange plante ich das ganze schon. Wer mich kennt, weiß, wie schwer es mir fällt, etwas nicht zu erzählen, wenn die Vorfreude zuschlägt. Im Januar buchte ich Karten für den König der Löwen im Lyceum Theatre und ich habe es geschafft, dieses Geheimnis für mich zu behalten, bis die Banner des Theaters zu sehen waren und Juli es dann schließlich erriet.


Beim Circle of Life saßen wir beide mit Gänsehaut am ganzen Körper und Tränen in den Augen auf unseren Plätzen und starrten gebannt zur Bühne. Ich liebe dieses Musical einfach, es war bereits mein zweites Mal in London und es packt mich immer wieder. Dieses Gefühl wollte ich einfach teilen. Ein materielles Geschenk hätte einfach nicht gepasst, daher gab es eine Erinnerung zum Geburtstag.

Tag 3 – Sightseeing bei widrigen Bedingungen

Für Samstag hatten wir zwei Attraktionen gebucht und wollten uns noch ein paar zu Fuß ansehen. Leider machte uns das Wetter ein wenig einen Strich durch die Rechnung, aus 10 Grad wurden -2 Grad, gefühlt -7, und es schneite. Darauf waren wir wirklich nicht eingestellt, aber wir machten das beste daraus. Wir gingen zuerst im Gallery Café frühstücken. ich hatte Juli ein Full English Breakfast versprochen und wenn man das auch noch vegan haben kann, ist das noch viel besser. Es war ein wirklich fantastisches Frühstück. Jeder hat inklusive Kaffee etwa 12GBP bezahlt, was in Ordnung war, weil es unglaublich reichhaltig und sättigend war. Ein perfekter Start in diesen anstrengenden Tag.


Zuerst stand der Tower auf dem Plan, den empfehle ich jedem morgens einzuplanen, dann ist es nicht so voll und man muss nirgendwo lange anstehen. Der Tower ist immer wieder einen Besuch wert. Die verschiedenen Ausstellungen machen den Besuch immer wieder zu einem Erlebnis. Der Stand bei Juli auf der Liste, der Dinge, die sie unbedingt sehen wollte.




Anschließend ging es zu St. Paul’s Cathedral. Wir hatten uns vorgenommen, die obere Kuppel zu erklimmen und das haben wir auch bei Minusgraden und starkem Wind durchgezogen. Die Aussicht lohnt sich, wenn man einmal die 528 Stufen hochgekraxelt ist.


Kirchen sind total mein Ding. Ich setze mich gern irgendwo hin, lasse die Atmosphäre auf mich wirken und betrachte die Kunst an Decken und Wänden.

Nach den gebuchten Attraktionen wollten wir noch ein paar Dinge von außen besuchen, wie den Elisabeth Tower (Big Ben). Leider ist vollkommen an uns vorbei gegangen, dass es da wohl Baumaßnahmen gibt und man den Turm gar nicht wirklich sehen kann.

Aber wir waren nicht umsonst in Westminster, gegenüber von Big Ben hat man einen tollen Blick auf das London Eye, bei dem ich mich seit jeher sträube, damit zu fahren, weil es A teuer ist und B man unendlich lange ansteht.

Anschließend sind wir zurück zur Wohnung und haben da den Tag ausklingen lassen. Eigentlich hätten wir noch irgendwo essen gehen wollen, aber das Wetter und die Treppen hatten doch ganz schön an uns gezehrt, so dass wir beide zuhause geblieben sind und ich uns ein paar Kichererbsenburger in der Pfanne gebraten habe.

Tag 4 – Wenn man im Museum beinahe eine Panikattacke hat

Am Sonntag hieß es dann für uns auschecken. Wir haben uns morgens Zeit gelassen, in Ruhe gefrühstückt und uns fertig gemacht. Anschließend wurden die letzten Sachen eingepackt und die Wohnung noch ein bisschen auf Vordermann gebracht. Gegen 10 Uhr verließen wir das Appartment und ließen (wie mit der Vermieterin abgesprochen) unser Gepäck dort. Um 14 Uhr waren wir mit ihr verabredet, unsere Sachen abzuholen und wollten dann zum Flughafen aufbrechen. Also hatten wir 4 Stunden Zeit uns noch etwas anzusehen. Die Wahl fiel auf die National Gallery am Trafalgar Square, auf dem an dem Tag das St. Patrick’s Festival stattfinden würde. Also war leider von den Löwen auch nicht viel zu sehen. Dafür gab es aber in der Galerie ausreichend Kunst zu entdecken. Ich bin total gern dort. Dieses Museum ist einfach schön. Die Kunst und auch das Gebäude selbst. Da die meisten Museen in London kostenlos sind, kann man immer mal einen Besuch einplanen.

12:30 Uhr dann der Schock. Unser Flug wurde gestrichen. Keine Mitteilung warum. Juli musste am nächsten Tag arbeiten und keiner von uns hatte jemals mit einer Flugstornierung zu tun (es war sogar Julis erste Flugreise). Ich kann mit solchen Situationen ganz schlecht umgehen und musste mich sehr zwingen, ruhig zu bleiben, auch wenn mein ganzer Körper sich einfach nur hinsetzen und heulen wollte.

Wir setzten uns ins Café des Museums und checkten unsere Optionen. Wir hätten uns entweder das Geld von EasyJet auszahlen lassen oder umbuchen können. Umbuchen schlug uns einen Flug am Montag um 12:10 Uhr vor. Eigentlich nicht so wirklich akzeptabel. Auf der Suche nach Flügen von anderen Gesellschaften stellten wir dann fest, es gab keine verfügbaren Flüge für Sonntag nach Berlin. Dumm gelaufen… Also buchten wir um und stellten gleichzeitig eine Hotelanfrage bei EasyJet. Die würden sich kümmern, hieß es. Wo andere sich dann beruhigen würden, war die kleine Tine noch immer im Panikmodus. Wir beschlossen, zum AirBnB zu fahren und unsere Sachen zu holen. Wenn wir da noch auf die Vermieterin warten müssten, dann war das eben so. Dort angekommen (Sage und Schreibe eine halbe Stunde nach Flugumbuchung und Hotelanfrage) bekam ich die SMS, dass wir ein Hotel für die Nacht hätten. Dieses lag in Crawling, 20 Minuten vom Flughafen in Gatwick. Jetzt fiel auch von mir der Stress ab. Wir bekamen unser Gepäck und machten uns direkt auf den Weg zum Hotel. Erst ging es zum Flughafen und dann von dort aus mit dem Shuttle zum Hotel. Es war ein wirklich schickes Hotel, keine Absteige und wir mussten nur EasyJet sagen und schon hatten wir ein Zimmer. Das war wirklich guter Service seitens der Fluggesellschaft. Wir bekamen auch einen Gutschein fürs Abendessen. Dazu hatte man für die Fluggäste ein kleines Buffet angerichtet, nichts Besonderes, aber selbst für mich war etwas dabei. Anschließend haben wir im Pub noch ein Guinness getrunken, das hatten wir uns nach dem Stress verdient.


Tag 5 – Wir fliegen heim!

Nach einer kurzen Nacht für mich (es war mir einfach zu laut. Ich bin Nachts noch auf die Suche nach dem Schalter für die Klimaanlage gegangen), gingen wir früh zum Hotelfrühstück. Es gab eine breite Auswahl an Speisen, vom Brötchen über Croissants und Müsli zum Full English Breakfast war alles dabei. Wir frühstückten und Ruhe, checkten aus und meldeten uns für das Shuttle zum Flughafen an.

8:45 Uhr ging es zum Flughafen und wir konnten wirklich nach Hause. 12:10 Uhr ging unser Flieger nach Berlin. Wir waren erleichtert, wieder zuhause zu sein. Ich verlasse London immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Dieses Mal war es durch die Stornierung mehr lachen als weinen, aber ein bisschen Wehmut ist immer dabei. Diese Stadt hat mich einfach verzaubert. Aber es war ja nicht mein letzter Besuch.

Als nächstes geht es aber erstmal im Mai zur Cousine meiner Mutter nach Holland. Dort werden wir mit einem Flachbodenboot 2 Tage über die Nordsee segeln.

Wart ihr schonmal in London? Wie findet ihr die Stadt? Und ist euch schon mal ein Flug gestrichen worden? Schreibt es mir gern eure Erfahrungen in die Kommentare.

Viele Grüße
Tine

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About Tine

Ann-Christin also known as Tine or Kaoru, 27, Blogger, Economics Student. Plant Based since May 2015

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